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Neuigkeiten vom Sanitätskollektiv Berlin
Pressemitteilung
Polizeiliche Maßnahmen nach medizinischem Notfalleinsatz – Vorwürfe gegen Einsatzkräfte
Am 05.02.2026 kam es im Umfeld unserer Organisation zu einem Polizeieinsatz, in dessen Zuge Teile unserer medizinischen Ausstattung, persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie ein Rettungswagen beschlagnahmt wurden.
Hintergrund der Maßnahmen ist ein medizinischer Notfall Mitte Dezember 2025. Während einer polizeilichen Maßnahme kollabierte eine wohnungslose Person und musste durch unsere Einsatzkräfte medizinisch versorgt werden. Das eingesetzte Personal (Rettungssanitäter und Rettungssanitäter mit erweiterten Kompetenzen) führte neben grundlegenden Maßnahmen wie der Erhebung von Vitalparametern und geeigneter Lagerung auch weiterführende Maßnahmen durch. Dazu zählten das Legen eines intravenösen Zugangs sowie die Einleitung einer Infusion zur Stabilisierung des Kreislaufs.
Die getroffenen Maßnahmen führten zur erfolgreichen Stabilisierung der betroffenen Person, die im weiteren Verlauf das Bewusstsein wiedererlangte. Anschließend wurde die Person umgehend in ärztliche Weiterbehandlung übergeben.
Am selben Abend wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter der aufnehmenden Notaufnahme Strafanzeige gegen das eingesetzte Sanitätspersonal wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung erstattet hat. Die konkreten Beweggründe für diese Anzeige sind uns bislang nicht bekannt.
Die durchgeführten medizinischen Maßnahmen erfolgten nach unserer Auffassung auf Grundlage des § 34 StGB („rechtfertigender Notstand“) und stellten eine angemessene sowie erforderliche Reaktion auf eine akute Gefahrenlage dar. Der Behandlungserfolg bestätigt die medizinische Indikation und Angemessenheit des Vorgehens.
Am 05.02.2026 wurden daraufhin Durchsuchungsmaßnahmen an zwei Wohnanschriften von Einsatzkräften sowie in unseren Lagerräumlichkeiten durchgeführt. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden Teile der Ausrüstung sichergestellt. Ein Durchsuchungsbeschluss konnte den Betroffenen bislang nicht vorgelegt werden; ebenso wurde kein Sicherstellungsprotokoll ausgehändigt.
Als Begründung für die Beschlagnahme wurde angegeben, dass es sich um hochwertige Materialien handle, deren Herkunft überprüft werden müsse, sowie deren mögliche Relevanz als Beweismittel im Zusammenhang mit den erhobenen Vorwürfen. Diese Begründung erscheint aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, zumal die Durchführung der medizinischen Maßnahmen zu keinem Zeitpunkt bestritten wurde.
Der Vorfall verdeutlicht die bestehende Rechtsunsicherheit im rettungsdienstlichen Kontext. Einsatzkräfte sehen sich häufig in einem Spannungsfeld zwischen notwendigem medizinischem Handeln in akuten Notlagen und möglichen strafrechtlichen Konsequenzen. Gleichzeitig können unterlassene Maßnahmen in vergleichbaren Situationen ebenfalls strafrechtlich relevant sein.
Unterstützungsaufruf
Aufgrund der im Zuge der Sicherstellung beschlagnahmten Materialien sind wir derzeit nur eingeschränkt einsatzfähig.
Unsere ehrenamtlichen Projekte wie Demonstrationsbegleitung, Absicherung von Camps und Festivals sowie die Obdachlosenhilfe können derzeit nicht weitergeführt werden.
Um die grundlegende Einsatz- und Versorgungsfähigkeit schnellstmöglich wiederherzustellen, sind wir aktuell auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Jede Spende hilft uns, notwendige Ausrüstung zu ersetzen und unsere Arbeit fortzuführen.
Spenden sind möglich unter folgender Bankverbindung:
Sanitätskollektiv Berlin
IBAN: DE87 1001 0178 4115 0825 73
BIC: REVODEB2
Bitte beachtet, dass wir derzeit noch keine Spendenbescheinigungen ausstellen können.
Wir danken euch herzlich für eure Unterstützung und Solidarität.
Solidarische Grüße
Euer Sanitätskollektiv Berlin
Offizielle Vereinsgründung 2026
Am 01. Februar 2026 kamen in Berlin 9 Gründungsmitglieder zur Gründung des Verein „Sanitätskollektiv Berlin“ zusammen. Die Gründungsversammlung begann um 19:00 Uhr. Die vorgelegte Satzung wurde von allen Anwesenden einstimmig angenommen. Sitz des Vereines ist Potsdam. Der Verein soll als eingetragener Verein (e.V.) in das Vereinsregister eingetragen werden und die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erhalten.
Alle frisch gewählten nahmen die Wahl an.
Entsprechend den Bestimmungen der Satzung wird der Verein rechtlich durch den ersten und den zweiten Vorsitzenden vertreten.
03.02.2026
Neuer öffentlicher AED für Spandau
Ein 24/7 zugänglicher Defibrillator zur Laiennutzung hängt nun in der Spandauer Neustadt (Jagowstr. 15, 13585 Berlin).
Der Defibrillator erklärt die Schritte zur Nutzung und der Herz-Lungen-Wiederbelebung per Sprachanweisung und ist somit für jedermann nutzbar. Der AED ist in den gängigen Apps eingepflegt und so schnell auffindbar.
Du hast Ideen oder Interesse für weitere Standorte in Berlin? Melde dich gerne bei uns!
14.03.2025
Trauer um Alex
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Alex. Leider hast du den Kampf gegen die Erkrankungen nicht gewonnen.
Als Rettungshelfer und Krisenintervention hast du unser Team stark bereichert. Der Rettungsdienst war nicht nur dein Beruf, sondern auch dein Hobby und deine Berufung.
Danke für dein besonderes Jahrelanges Engagement bei uns, wir werden dich schmerzlich in unseren Reihen vermissen.
In Gedanken sind wir bei deiner Familie, deine Freunden und Bekannten.
Mach's gut, deine Kolleg*innen und Freund*innen vom Sanitätskollektiv Berlin
15.01.2025
Öffentlicher AED aufgestellt
Seit kurzem hängt ein durch uns aufgestellter öffentlicher AED 24/7 erreichbar am Spandauer Lutherplatz, um im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstandes eingesetzt zu werden.
25.03.2024
Zu Gast beim Nachbarschaftsfest Spandau-Neustadt
Heute waren wir auf dem Tag der Nachbarschaft auf dem Lutherplatz in der Spandauer Neustadt zu Gast. Wir führten viele Gespräche, und stellenden unsere Arbeit vor.
20.05.2022
Hilfe für geflüchtete Menschen aus der Ukraine
Mehrere Wochen begleiteten wir täglich Züge von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Berlin, wo wir geflüchtete Menschen betreuten und medizinische Versorgung sicherstellten.
14.03.2022
Spende eines AED
Im Rahmen unserer Hilfe für Geflüchte Menschen lernten wir die Gruppe "AMBULANS Z SERCA" aus Warschau kennen, welche aktuell ebenfalls in der Geflüchtetenhilfe aktiv ist. Wir hörten, das sie dringend einen AED benötigen - wir haben zwei, deshalb haben wir schnell ausgeholfen (:
13.02.2022